B K H W

 B   K   H   W
Berufsgruppe  von
Kindergarten- und
HortpädagogInnen
Wiens

 

DETAILS

http://BKHW.at

 

Plattform EduCare
ÖDKH - Österreichischer Berufsverband der Kindergarten- und  HortpädagogInnen

Erste Bildungsinstitution

"In den ersten sechs Jahren wird der Rucksack für´s Leben gepackt"

Frühe Bildung wird als Grundstein lebenslangen Lernens verstanden. Die hohe Bedeutung der
ersten Jahre in der Bildungsbiographie einer Person ist wissenschaftlich bewiesen. Inzwischen
tragen viele Staaten diesem Faktum durch Erstellung umfassender Bildungspläne und durch
großzügige Finanzierung des Elementarbereichs Rechnung.


 

Bildungspläne

"Es gibt gegenwärtig wenige Länder in der Welt, in denen Kinder unter sechs Jahren ohne Konzept
erzogen werden." ...
W. Fthenakis

Österreich gehört leider dazu.

In den verschiedensten Ländern kam es zu einer Neubewertung von frühkindlicher Bildung
und Erziehung und zur Erarbeitung verbindlicher nationaler Bildungsstandards. So zum Beispiel
in Neuseeland 1996, Norwegen 1996, Finnland 1996, Australien 1997, Schweden 1998,
Chile 1999, England 2000, Griechenland 2001, Frankreich 2002, Dänemark 2003-2004,
Deutschland 2003-2004, ...

Bildungspläne oder Rahmencurricula definieren den Bildungsauftrag der Tageseinrichtungen für
Kinder.

Neuere Bildungspläne sind vor dem Hintergrund internationaler Entwicklungen unter breiter
Einbindung von Fach- kräften, Eltern, Öffentlichkeit und Politik erarbeitet worden.
Sie haben die Bildungsbiographie einer Person ab 0 Jahren und zum Teil bis zum Erwachsensein
im Blick.

 

Österreich - Blick über den Tellerrand und Nützung von internationalen Vorerfahrungen

Gelingt es Österreich, einen einheitlichen, bundesweiten Bildungsplan zu erstellen oder werden
wieder unterschiedliche Bildungsaufträge in den einzelnen Bundesländern erarbeitet? Können
wir aus internationalen Vorerfahrungen lernen oder werden in Österreich neun Bildungspläne
erarbeitet werden?

 

Präsentation des Wiener Bildungsplans im November 2006:

Mit 17. November 2006 wurde der Wiener Bildungsplan vorgestellt. Dadurch wird mehr Transparenz
und Aufwertung der Arbeit im Kindergarten erhofft.
Dies wird von der BKHW selbstverständlich begrüßt.

Professor Fthenakis - einer der Hauptreferenten - fand anläßlich der Präsentation auch kritische Worte.
siehe dazu APA335/17.11 17.Nov 06 OECD-Experte:
"Zu große Gruppen in Österreichischen Kindergärten"

  • zu große Gruppen in Österreich
  • zu niedrige Betreuungsquote
  • schlechte Arbeitsbedingungen
  • schlechter Verdienst der PädagogInnen
  • niedriges Ausbildungsniveau im Vergleich der EU
  • bundesweit geltender Bildungsplan
  • fehlende Lehrstühle für Frühpädagogik
  • Unterfinanzierung

Reaktionen zum Wiener Bildungsplan: http://oesterreich.orf.at/wien/stories/151281/

Reaktionen im Vorfeld: mehr Information


In letzter Zeit wurden in verschiedenen Bundesländern einzelne Bildungspläne erarbeitet.
Die BKHW fordert einen bundeseinheitlichen Bildungsplan.


 

Europaweit größte Gruppen

Bericht: APA - 17-11-2006

"In den österreichischen Kindergärten gibt es europaweit die größten Gruppen. Während die
EU pädagogische Standards von zwölf bis 15 Kindern pro Gruppe für das Alter von vier bis fünf
 Jahren vorgibt, liege die durchschnittliche Gruppengröße in Österreich bei 25 Kindern, betonte
der Bildungsforscher, Entwicklungspsychologe und Mitautor der OECD-Studie "Starting Strong"
über die frühkindliche Erziehung, Wassilios Fthenakis, im Rahmen der Präsentation des
Wiener Kindergarten-Bildungsplans am Freitag in Wien.

Skandinavische Länder würden die EU-Vorgabe bereits unterschreiten, so Fthenakis.
In Österreich würden dagegen in einem knappen Drittel der Gruppen sogar 28 Kinder sitzen.

(Schluss) aku/cm/dru

APA397 2006-11-17/13:37 .


 

Zu wenig Geld für den Elementarbereich
 

In Österreich wird weniger als 0,5 % des Bruttoinlandprodukts für den Elementarbereich ausgegeben.
International werden inzwischen mindestens 1 bis 1,5 % des BIP für den Elementarbereich gefordert.

Die OECD regt für Österreich unter anderem eine Verschiebung der Bildungsausgaben in Richtung
frühe Kindheit an oder auch spezielle Initiativen zur besseren Finanzierung.

Eine wachsende Anzahl von Wirtschaftswissenschaftlern fordern höhere Investitionen in den
frühkindlichen Bildungsbereich. Dies aus sozialen und pädagogischen Gründen wie
Chancengerechtigkeit aber auch aus rein wirtschaftlichen Gründen. Die Erträge jeder Investitionen
in den Elementarbereich sind besonders hoch.

Starting Strong empfiehlt der Bundesregierung vier Punkte:

  1. Zusätzliche Ressourcen für den elementaren Bildungsbereiche, Ausgaben beträchtlich steigern
  2. Mehr Transparenz und Konsistenz in das Finanzierungssystem bringen
  3. Sicherstellen einer gleichberechtigten Betreuung für Kinder mit sonderpädagogischem Bedarf
    und für Risikokinder im ganzen Land
  4. Finanzielle Mittel mit der Forderung nach Verbesserung von Qualität verbinden sowie mit der
    Forderung nach Zugangsmöglichkeiten für Eltern (z.B. Öffnungszeiten, ...)....

Frühe Bildung drastisch unterfinanziert

Ausgaben für einen Schüler in der Sekundarstufe I $ 8.316
Ausgaben für einen Schüler in der Grundschule $ 6.571
Ausgaben für ein Kind in einer frühkindlichen Bildungseinrichtung $ 4.500

Alle Österreichischen Kinder sind von dieser Unterfinanzierung betroffen. Für Kinder aus
benachteiligten Familien ist diese aber besonderes bedeutend. Ein gut dotiertes frühkindliches
Bildungssystem könnte präventiv und ausgleichend wirken. Diese Relationen sind bildungspolitisch
nicht erklärbar.

Sie sind jedoch auch aus wirtschaftlichen Gründen nicht erklärbar. Die gesellschaftlichen Erträge im
Vorschulbereich sind besonders hoch und öffentliche Investitionen deswegen am ehesten zu
rechtfertigen.

Mehr dazu:

OECD Bericht Bildung auf einen Blick

OECD Bericht Starting Strong


 

Jeder Euro Investition in den Kindergarten fließt mehrfach an die Gesellschaft retour

Verschiedene, auch internationale, Studien belegen, dass Investitionen in Kindergärten wirtschaftlich
äußerst rentabel sind:

Volkswirtschaftliche Effekte außerhäuslicher Kinderbetreuung - eine Input-Output-Analyse der
Produktions-, Wertschöpfungs- und Beschäftigungseffekte der Wiener Kindertageseinrichtungen im
Auftrag von KIWI. Wirtschaftsuniversität Wien, Nov. 2005

Kindergarten zahlt sich aus - Präsentation zur Pressekonferenz, Jän. 2006

Studie des Sozialdepartements der Stadt Zürich - "Kindertagesstätten zahlen sich aus - Jeder
eingesetzte Franken bringt drei bis vier Franken zurück", 2001

derstandard  2006 01 28 "Studie widerlegt Vorurteil gegen Kindergärten als Kostenfaktor"

Neun unterschiedliche Landesgesetze

In Österreich existieren neun Landesgesetze mit zum Teil großen Unterschieden für den elementaren
und außerschulischen Bildungsbereich. Sie definieren Rahmenbedingungen der Arbeit wie
Gruppengröße, Personal-Kind-Schlüssel und strukturelle Bedingungen. Zu letzteren gehören z.B.
die Größe des Gruppenraumes, ob ein Bewegungsraum oder Garten zwingend vorgeschrieben ist,
die Anzahl der Toiletten usw.

Aufstellung über einige wichtige Eckpunkte der Landesgesetze (Stand: Frühjahr 2004, alle Angaben ohne
Gewähr
). Quelle:  Charlotte Bühler Institut

In einer Kindergartengruppe von 3 - 6 Jährigen arbeiten Wiener PädagogInnen mit bis zu 25 Kindern.
Unterstützt werden sie durch eine "halbe = 20 ständige" Helferin. Oberösterreichische PädagogInnen
müssen bei 23 Kindern alleine zurecht kommen, während niederösterreichische PädagogInnen und
eine "niederösterreichische" Helferin für bis zu 28 Kinder zuständig sind.

Kann hier von gleichen Bildungschancen für Österreichische Kinder gesprochen werden?


" Ausschlaggebend für gleiche Startchancen in der Bundesrepublik Deutschland sind nach wie vor die
soziale Herkunft des Kindes und sein Wohnort. In jedem Bundesland existieren unterschiedliche
Finanzierungssysteme, Regelungen zur Gruppengröße, Betreuungsschlüssel und Elternbeiträge. Hier
vergleichbare Ausgangssituationen zu schaffen, wurde als wichtiges Ziel gefordert. Eine föderale
Struktur und  Kommunalisierung ohne Einbindung in einen bundes- oder landesstaatlichen Rahmen,
ohne gemeinsame Ziele und Standards und ohne übergeordnete politische Steuerung wurde als
problematisch und als weitere Verschärfung der Ungleichheit bewertet.
www.kinder-frueher-foerdern.de

Die Öffnungszeiten in Wien sind sehr unterschiedlich von jenen anderer Bundesländer. In Wien sind
die meisten Kindergärten durchschnittlich 50 - 60 Stunden pro Woche und auch über die Ferien
hinweg geöffnet (Öffnungszeiten von 7.00 - 18.00 Mo bis Fr sind durchaus üblich), während viele
Bundesländer sich eher auf Betreuung bis zum frühen Nachmittag beschränken und über die
Sommermonate geschlossen halten.

Darf hier von gleichen Rahmenbedingungen für österreichische Familien gesprochen werden?

VIF Faktor

2005 wurde von der Arbeiterkammer Wien der Vereinbarkeitsindikator für Familie und Beruf, bekannt als  VIF-Faktor, präsentiert.

VIF ist ein Kindergarten, der vier Kriterien erfüllt:

  1. Wöchentliche Öffnungszeiten von mindestens 40 Stunden
  2. Tägliche Öffnungszeiten von durchschnittlich 8 Stunden
  3. Zusätzlich soll an vier Tagen mindestens bis 17 Uhr Betreuung angeboten werden
  4. Täglich soll ein Mittagessen angeboten werden.

Nur 31 Prozent aller Kindergärten in Österreich entsprechen dem VIF und werden als
erwerbsfreundlich eingestuft.

 

Internationale Vergleiche:

Der Schlüssel für gute pädagogische Arbeit ist die PädagogIn. Die Qualität der Arbeit im Kindergarten
hängt stark von den Bedingungen ab, unter denen sie/er (0,8 % Männer) arbeitet.

Das Kinderbetreuungsnetzwerk 1996 empfiehlt beispielsweise beim Erwachsenen-Kind-Schlüssel
folgendes Verhältnis:

    1 : 4 (bei Kindern unter 12 Monaten
    1 : 6 (bei Kindern von 12 - 23 Monaten)
    1 : 8 (bei Kindern von 24 - 35 Monaten)
    1 : 15 (bei Kindern von 36 - 71 Monaten).

Für Verwaltungs- und hauswirtschaftliche Arbeiten, und handwerkliche Tätigkeiten/Hausmeister-
arbeiten, Reinigungstätigkeiten soll extra Zeit zur Verfügung stehen - zusätzlich zu der, die mit den
Kindern verbracht wird (siehe Kinderbetreuungsnetzwerk §24).

Rahmenbedingungen für PädagogInnen sind gleichzeitig Bildungsbedingungen für Kinder. Daher die
langjährigen Forderungen der BKHW und des ÖDKH.


 

Starting Strong

Im Jahr 2004 hat Österreich neben sieben weiteren Mitgliedstaaten der OECD an einer
Vergleichsuntersuchung über die Kinderbetreuungssysteme teilgenommen. Zweimal sind dabei die
Vertreterinnen des ÖDKH, Lydia Kadoun und Raphaela Keller, von der ExpertInnenkommission der
OECD zu Gesprächen eingeladen worden. Die Empfehlungen der OECD für die verschiedenen
beteiligten Länder liegen seit Herbst 2004 bereits vor. Jedes Land hat auch einen Hintergrundbericht
zur Situation des Kindergartenbereichs beigesteuert.

Auf den OECD-Bericht für Österreich musste seit Herbst 2004 gewartet werden. Nun ist er der
interessierten Öffentlichkeit endlich zugänglich. Der österreichische Bericht liegt in Englisch und
Deutsch vor und kann unter der Website http://www.oecd.org/edu/earlychildhood  (Country Notes)
abgerufen werden. Hier sind auch die Berichte der anderen OECD-Länder zu finden.


Die wichtigsten Aussagen und Empfehlungen für Österreich:

  • Die Bereitstellung von ECEC Einrichtungen ist auch eine Angelegenheit von Kinderrechten, die in
    der Verantwortung des Bundes liegen und worauf es eine allgemeine Anspruchsberechtigung im
    ganzen Bundesgebiet geben sollte.
  • Bundeseinheitliche Zuständigkeit
    Der Bund hat Verantwortung für frühkindliche Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungsleistungen
    zu übernehmen. Ihm obliegt die Steuerungs- und Führungsrolle.
  • Formulierung nationaler Bildungsziele und pädagogischer Rahmenbedingungen für Österreich
  • Gemeinsame Finanzierungsstruktur sowie Erhöhung und Stabilisierung der öffentlichen
    Finanzierung
  • Stärkerer Ausbau des Angebots
  • Adäquate Forschungsinfrastruktur auf dem Gebiet der frühkindlichen Betreuung, Erziehung und
    Bildung
  • Verbesserte Aus- und Fortbildung von ErzieherInnen, Hebung auf den tertiären Bereich

Mehr dazu:

Starting Strong - Zusammenfassung oecd

oecd-Bericht Kurzfassung für Deutschland

Hintergrundbericht für Österreich


 

 Raus aus der Ausbildungssackgasse

Durch die Anerkennung der hohen Bedeutung der ersten Jahre für die weitere Entwicklung einer
Person kam es international zu einer höheren Professionalisierung der Fachkräfte.

Bis auf Österreich (und Malta) bilden inzwischen alle anderen europäischen Staaten die
ElementarpädagogInnen auf tertiärer Ebene (Fachhochschule oder Universität) aus. Auch in
Deutschland kann inzwischen "Vorschulpädagogik" an diversen Fachhochschulen und Universitäten
studiert werden. Tertiäre Ausbildungsmöglichkeiten in Deutschland

Schon 1992 erarbeitete die BKHW in Kooperation mit KIWI und dem ÖDKH ein Konzept für die
Ausbildungsreform
von PädagogInnen des elementaren und außerschulischen Bildungsbereichs.

Mit dieser Position ist die BKHW schon seit mehr als 15 Jahren VorreiterIn. Internationale Trends und
Erkenntnisse bestätigen und bestärken uns in unserem Engagement speziell in dieser Thematik.
In Österreich wird inzwischen von vielen die gemeinsame Ausbildung aller PädagogInnen und die
Anhebung auf die tertiäre Ebene gefordert.

    mehr Information

KindergartenpädagogInnen fordern akademische Ausbildung

 

BAKIP - quo vadis?
(BAKIP = Bildungsanstalt für Kindergartenpädagogik)

Die BKHW vertritt den Standpunkt, dass Menschen, die mit 14 Jahren zu einer Berufslaufbahn im
sozialpädagogischen Bereich tendieren, die Möglichkeit erhalten müssen, schon vor der Matura
dieses Berufsfeld kennen zu lernen. Dafür ist am besten ein sozialpädagogisches Gymnasium
geeignet. Diesen Bildungszweig sollen und können die reformierten BAKIPs bieten.
Dieses Gymnasium ist eine fundierte Basis für ein einschlägiges Studium nach der Matura. Die
kompetenten Lehrkräfte der bestehenden BAKIPs sind bestens geeignet in diesem Gymnasium zu
unterrichten. Ziele sind sozialpädagogische Inhalte weiterzugeben, verschiedene sozialpädagogische
Berufsfelder kennen zu lernen und die Persönlichkeitsentwicklung dieser jungen Menschen mit
diesem speziellen Berufswunsch kompetent zu begleiten. Dieser Bildungsweg bietet die Vorbereitung
auf die Betätigung in einem weiten sozialpädagogischen Feld ohne den Druck einer eingeengten
Berufsausbildung.

 

In Österreich beginnt die fünfjährige Bakip mit 14 Jahren.
Empfohlen wird ein Ausbildungsbeginn mit 18 Jahren.

“Der Österreichische Hintergrundbericht zur OECD-Länderprüfung ‘Starting Strong’ spricht von einer
‘innerhalb der EU kaum vergleichbar niedrige[n] Positionierung’ der Ausbildung an den ‘BAKIP’
(Bundesanstalten für Kindergartenpädagogik), die von Vierzehnjährigen verlangt sich für einen
pädagogischen Beruf zu entscheiden und sie als Achtzehnjährige in die Praxis entlässt.
" dazu
www.korso.at: Festhalten! Jetzt kommt Kindergarten-Pisa

Die hohe Bedeutung der ersten Jahre in der Entwicklung der Kinder erfordert eine Ausbildung
zumindest auf Hochschulebene und eine ausreichende persönliche Reife. KindergartenpädagogInnen
werden immer häufiger auch mit sozialpädagogischen Herausforderungen konfrontiert.

 

Und die Zukunft der jetzigen PädagogInnen?

Selbstverständlich kann eine Reform nur mit langfristige Übergängen erfolgen. Auf die bis dahin
ausgebildeten KindergartenpädagogInnen kann nicht verzichtet werden! Wie das Beispiel
Deutschland zeigt, wird ein Studium "Vorschulerziehung" auch von im Berufsleben stehenden,
erfahrenen PädagogInnen gern angenommen.

 


 

Internationales

Berichte der anderen OECD-Länder http://www.oecd.org/edu/earlychildhood  (Country Notes)

oecd-Bericht Kurzfassung für Deutschland

Jugendbericht Deutschland
 


 

Forschung zu früher Bildung fehlt

In Österreich fehlt Forschung zu früher Bildung, Erziehung und Betreuung fast gänzlich.

Dies wird im OECD Bericht als große Schwäche des österreichischen Systems gesehen.
2001 fand die OECD keine wesentlichen Forschungsaktivitäten zum Thema "Frühkindliches
Lernen oder frühkindliche Bildung". Es gibt/gab von Seiten des Bundes oder der Länder auch
keine stabile Finanzierung für Forschung zu diesem Thema.

Wie anders es sein kann, zeigt das Institut für Frühpädagogik in München.

Erst in jüngster Zeit gibt es erste Ansätze einer Veränderung: Dissertationen für
KindergartenpädagogInnen mit Magisterium sind inzwischen am BIFIE  möglich.


 

Gemeinsame Ausbildung aller PädagogInnen

Gefordert wird von verschiedenen Seiten eine gemeinsame Ausbildung aller pädagogischen Berufe.
Dies soll die jetzt zergliederten und wenig aufeinander abgestimmten Ausbildungslehrgänge für
Lehr- und Erziehungsberufe zusammenführen.

Stellungnahme der BKHW
Artikel Aktiv 2005 02 - Dr. Mag.Heidemarie Lex-Nalis
Plattform Educare Aktuelle Forderungen zu einer Reform der Ausbildung
Forderungen der Bundesräte Schimböck, Schennach und KollegInnen nach einer breiten Ausbildung
aller pädagogischen Berufe 25.01.2005
Infobrief PI Wien, Dir. Kral
SPÖ-Bildungsprogramm fordert die gemeinsame Ausbildung aller pädagogischen Berufe inklusive der
KindergartenpädagogInnen an pädagogischen Hochschulen
SPÖ Bildungsmodell startklar

Medienberichte
Von der Hochschule in den Kindergarten
Reformbedarf - Bildungsplan für Kindergärten
Bildung - KindergärtnerInnen als Politikum
Kurzartikel der Wiener Zeitung
Plattform Educare Schreiben an die Gründungsrektoren


 

© D. Nessizius